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Paddel gehören nicht auf den Autodachträger, der angreifende Wind belastet sie übermäßig und unnötig.
Achtet beim Transport im Auto darauf, dass das Paddel nicht eingeklemmt oder durch darüber liegende
Gegenstände wie z.B. Kajaks punktuell belastet wird.
Starke Sonneneinstrahlungen auch und besonders durch Autofenster sind zu vermeiden, die Verklebung kann
auf sehr hohe Temperaturen reagieren und die Materialien altern unnötig schnell.
Nach jeder Fahrt solltet Ihr die Paddel zerlegen und die Teilung gut mit Süßwasser reinigen. Salz und Sand
schmirgeln die Hülse und den Schaft ab, so dass die Teile schon nach kurzem Gebrauch nicht mehr straff
zusammenpassen. Dann kann der Schaft leicht brechen. Oder das Paddel lässt sich gar nicht mehr teilen,
weil Sand und Salz die Teile verklemmen.
Achtet beim Zusammenstecken bitte darauf, dass die beiden Teile eine Linie bilden, sonst bricht die
Aufnahme leicht.
Die Teilung von Ersatzpaddel kann man beispielsweise gut mit einem Fahrradschlauch gegen Abschürfungen
im Boot schützen.
Gewichtoptimierte Schäfte sind nicht für Paddelbrücken geeignet.
(Es ist möglich, auch Touringpaddel mit stärkeren Schäften anzufertigen. Dies ist eine
Sonderanfertigung, die Aufpreis kostet; genaueres muß mit dem Fachhändler abgesprochen werden.)
Bei Paddeln ab 215 cm Länge ist die Paddelbrücke am besten zu vermeiden. Wenn es nicht anders geht, dann
sorgt bitte dafür, dass das Paddel nicht punktuell belastet wird z.B. durch darunter liegende Steine....
Achtet darauf, Euch nahe an den Auflagepunkten abzustützen.
Bei teilbaren Paddeln gilt: Nie auf der Teilung abstützen!
Nach jeder Belastung sollte das ganze Paddel auf Folgen von Gewalteinwirkungen kontrolliert werden.
Auf ein Paddel, dass ihr auf dem Wasser aus den Händen verloren habt (also bei einem Schwimmer), können ungeahnte Kräfte eingewirkt haben. Untersucht es sorgfältig auf Schadstellen durch Gewalteinwirkung, auch wenn es auf den ersten Blick unbeschadet aussieht:
Schaft:
Kontrolliert den Schaft auf Abschürfungen und Weißbrüche.
Das können Anzeichen sein für eine erhöhte Bruchgefahr des Schaftes. Sie können auftreten durch
Einwirken von Hebelkräften, zum Beispiel durch Einklemmen (und weitere Krafteinwirkung) oder durch
Steinkontakt (unter Wasser beim Eskimotieren usw.).
Blatt:
Kerben, die durch Schläge an den Außenkanten des Paddelblattes entstehen, kann und sollte man mit normalem Schleifpapier (ca. 120er Korn) rausschleifen. Mehrere Schläge auf die gleiche Stelle erhöhen die Bruchgefahr erheblich. Durch Planschleifen der Außenkanten kann die hohe Bruchstabilität eines Polyamid-Blattes erhalten werden. Im eigenen Interesse sollte diese wichtigste Pflege regelmäßig durchgeführt werden.
Grundsätzlich gilt:
Die Modellserie easy besteht aus glasfaserverstärktem Polyamid und besitzt höchste Bruchfestigkeit, dafür sind die Blätter etwas weicher als bei den carbonfaserverstärkten Blättern der carbon- und high end-Serien.
Das spoon-Paddel ist aufgrund der verwendeten Materialien sehr gut salzwassertauglich. Die spezielle Geometrie ermöglicht eine enorme Gewichtsreduzierung. Solch leichte Tourenpaddel sind nicht für Extremsituationen gebaut und eignen sich nicht zum Schaufeln oder Hebeln. Ebensowenig raten wir zu Paddelbrücken, oder dazu, sich im schwerbeladenen Kajak damit über den Strand ins Wasser zu schippen.
Es ist selbstverständlich, dass Seekajaker ein zusätzliches Sturmpaddel mitnehmen. Wir empfehlen ein etwas längeres Bionic flow als stabiles Ersatzpaddel, bitte fragt im Einzelfall nach.
© mergner-paddel 2008